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Pressemitteilung 2019


Pressemitteilung

Jahresmitgliederversammlung des Schutzverein Deutscher Rheder V.a.G. am 24. Oktober 2019 im Hotel Empire Riverside, Hamburg

Der vom Vorstandsvorsitzenden Dr. Kurt Klemme (Reederei Nord GmbH) vorgelegte Jahresbericht zeichnet ein positives finanzielles Bild für das Geschäftsjahr 2018. Es wurde ein Überschuss von EUR 156.756,02 (2017: EUR 17.146,98) erwirtschaftet, der der Rücklage zugeführt worden ist.

Im Berichtszeitraum (2018) konnten für die Mitglieder Ansprüche in Höhe von EUR 17,4 Millionen (Vorjahr: EUR 18,4 Millionen) durchgesetzt bzw. abgewehrt werden.

Die Erledigungsquote entspricht mit 41% in 2018 ungefähr dem Vorjahreswert (43%).

Die Anzahl der beim Schutzverein versicherten Schiffe hat sich im aktuellen Geschäftsjahr (2019) verringert. Nach dem Bericht des Geschäftsführers Michael Wester sind zurzeit 1.116 Einheiten beim Schutzverein versichert (Oktober 2018: 1.280 Schiffe), was einem Rückgang von 12,8% entspricht. In etwas größerem Umfang hat sich die Gesamttonnage des versicherten Schiffsbestandes im Jahr 2019 reduziert, und zwar um ca. 18,5% auf ca. 22 Millionen BRZ (2018: ca. 27 Millionen BRZ). Für das laufende Geschäftsjahr wird daher mit einem niedrigeren Beitragsaufkommen gerechnet.

Im Einklang mit dieser Entwicklung wird voraussichtlich auch die Anzahl der neuen Streitfälle im Geschäftsjahr 2019 sinken. Dafür spricht der Vergleich der aktuellen Zahl vom Oktober 2019 (205 Streitfälle) mit der aus dem Vorjahr (232 Streitfälle im Oktober 2018). Auch bei den allgemeinen Anfragen, die überwiegend die Verhandlung und Bewertung von Frachtvertragsklauseln betreffen, ist eine Reduzierung zu beobachten. Während im Jahr 2018 bis zum Oktober 247 Vorgänge zu bearbeiten waren, hat sich diese Zahl auf 150 im Oktober 2019 stark verringert. Vor diesem Hintergrund wird für das Jahr 2019 von einem reduzierten Kostenaufwand ausgegangen.

Für das Geschäftsjahr 2019 wird ein unter dem Vorjahresergebnis liegendes leicht positives Ergebnis erwartet.

Die Schwerpunkte der Tätigkeit des Schutzvereins im aktuellen Geschäftsjahr liegen bei den Themen Bunker, Sanktionen und Schäden aufgrund von Cyberkriminalität. Damit bestätigt sich eine Tendenz aus den Vorjahren. Beim Thema Bunker geht es in vielen Fällen um die Vorbereitung auf die neuen MARPOL-Regularien und die Ausgestaltung vertraglicher Regelungen dazu, vor allem in Zeitcharterverträgen. Zu erwarten ist, dass die Umstellung auf die neuen schwefelarmen Bunker nicht in allen Fällen problemlos ablaufen wird. Befürchtet werden muss daher eine Zunahme von Streitigkeiten unter Fracht- und Bunkerlieferungsverträgen im kommenden Jahr. Dies gilt umso mehr, als bereits bei den momentan erhältlichen Brennstoffen mit höherem Schwefelanteil vielfach Qualitätsprobleme auftreten, die zu gravierenden Maschinenschäden führen können.

In der Mitgliederversammlung wurde beschlossen, die Beiträge und den Selbstbehalt für 2020 unverändert zu lassen. Damit liegen die Mitgliedsbeiträge – die sich, abhängig von der Schiffsgröße, zwischen EUR 440,00 und EUR 1.800,00 per Anno bewegen – seit 15 Jahren auf konstantem Niveau. Gleiches gilt für den Selbstbehalt von 10%, bei einem Minimum von EUR 450,00 und einem Maximum von EUR 4.000,00. Darüber hinaus wurde erneut eine Entlastung derjenigen Mitglieder beschlossen, deren Schiffe im laufenden Geschäftsjahr mindestens sechs Monate ohne Unterbrechung aufliegen und aus diesem Grund keine Frachteinnahmen erzielen oder Leistungen aus Loss of Hire Versicherungen erhalten. Diesen Mitgliedern wird auf Antrag 50% der gezahlten Jahresprämie für das jeweilige Schiff erstattet.

Wieder in den Vorstand gewählt wurden die Herren Herm Jüngerhans - Jüngerhans Maritime Services GmbH & Co. KG, Dr. Kurt Klemme - Reederei Nord GmbH, Nikolaus H. Schües - Reederei F. Laeisz GmbH und Carsten Sommerhage - COLUMBIA Shipmanagement (Deutschland) GmbH.

Neu in den Vorstand gewählt wurde Herr Johann Schulte, Chief Commercial Officer der Bernhard Schulte GmbH & Co. KG.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand das traditionelle Jahresessen des Schutzvereins statt, an dem ca. 150 Mitglieder und Gäste aus dem In- und Ausland teilnahmen. Thema der „After Dinner Speech“, die von Herrn David Frans, Partner bei der Firma Roland Berger in Amsterdam, gehalten wurde, waren „Global Energy Trends“. Dabei ging er insbesondere auf den Bereich der erneuerbaren Energien ein und stellte die Prognose, dass deren Anteil an der globalen Energieversorgung in der Zukunft stark wachsen wird. Diese zu erwartende Entwicklung ist nicht allein auf die aktuelle Umwelt- und Klimaschutzdiskussion zurückzuführen, sondern auch auf die sich rapide steigernde Wirtschaftlichkeit dieser Formen der Energieerzeugung.

Schutzverein
Deutscher Rheder V.a.G

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